Kenombia

Un viaje al Caribe

Auf der Isla de San Andres

Am südlichen Ende der Insel

So ein Haus steht auch in Neuruppin

Beste Aussichten

Buenas Petombo-dongo!

Heute bin ich wieder zurück in Medellín nach ein paar Tagen auf der Isla de San Andres, eine Insel nördlich von Cartagena in der Karibik. Einen Teil der Strecke bin ich mit einem uralten Bus gefahren, ein Wunder, dass der unterwegs nicht liegengeblieben ist. Unterwegs einmal an einem Checkpoint des Militärs vorbei, nur ein wenig weiter östlich von Cartagena sind einige Gebiete nicht vom Staat kontrolliert, sondern stehen unter noch der Kontrolle der ELN-Guerilla. Davon habe ich aber nichts mitbekommen, weil es von Cartagena weiter Richtung Karibik ging.

Dort angekommen musste ich feststellen, dass ich der einzige Gast in dem Hostel war. Das war schade, da alle anderen in Medellín schon Uni haben und nur mein Semesterbeginn verschoben wurde, also bin ich alleine auf die Insel. Leider schienen zu dieser Zeit nur Rentner und Leute über 40 frei zu haben, sodass ich abgesehen von zwei Franzosen niemanden in meinem Alter getroffen habe. Dadurch habe ich mich manchmal etwas gelangweilt, allzu viel konnte man auf der Insel nämlich nicht unternehmen.

Am Dienstag habe ich eine Bootstour zu ein paar vorgelagerten Mini-Inseln gemacht, dort waren einige Korallenriffe und perfektes, hellblaues Karibik-Wasser zu bewundern. Der Steuermann sprang kurz ins Wasser, zeigte ein paar Fische und hatte auf einmal einen 1m² flachen Rochen in der Hand. Kolumbien ist eines der fünf Länder mit der größten Biodiversität und die Isla hat die drittgrößten Korallenriffe weltweit. Auch schwimmen konnte man an Teilen der Insel sehr gut, an anderen gab es eine Korallen-Küste, an der man sich ohne Schuhe sofort blutige Füße geholt hat. Der Hostel-Besitzer hatte mir sehr vorausschauend Taucherbrille und Neoprenschuhe geliehen, sodass ich unbeschadet die Unterwasserwelt betrachten konnte.

Am letzten Tag habe ich einen Roller gemietet und bin einmal 40km um die Insel gefahren. In den abgelegenen Teilen ging das super, aber in den dichter besiedelten Gegenden hatte ich Glück, in keinen Unfall verwickelt worden zu sein, der Verkehr ist - wie auf dem Festland auch - komplett verrückt, null Regeln und ein riesiger Pulk aus Rollern, Motorrädern und stinkenden Tuktuks. Und auch eine Kuhherde blockierte kurzzeitig die Hauptstraße. Richtig spannend war die innere Insel-Region, dort gab es dschungelähnliche Wälder mit uralten Häusern auf einer Lichtung, wie aus einer anderen Zeit oder einem schlechtgemachten Horrorfilm.

Dann habe ich aus Langeweile noch einen Abend im Casino verbracht und mit ein paar alten Damen Roulette gespielt. Am Ende bin ich mit 5€ Gewinn weitergezogen und habe in einem Laden eine kleine Flasche Rum gekauft. Dort hatte sich schon ein ziemlich besoffener Typ zwischen den Regalen gerade die zweite Dose Bier aufgezischt, und wurde kurz darauf von der Verkäuferin mühevoll rausgelotst. Sowieso waren die meisten Rentner dort ab mittags ordentlich angesoffen unterwegs. Anscheinend ist das eine Art Mallorca für Kolumbianer, nur ohne Abifahrt-Teenies und Rum statt Sangria.
Jetzt habe ich noch 10 Tage, bis die Vorlesungen starten (es sei denn, das wird nochmal verschoben). Nächste Woche zeigt mir mein Anfitrión Julián die Uni, ich bin sehr gespannt...

Viel Spaß im Nationalpark, lass dich nicht fressen.

Hasta luego,
Coco-Jan-bo

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Bemerkungen :

  • user
    opa hartmut 08/09/2019 um 10:09
    der inselbesuch macht auf mich keinen langeweile-eindruck,aber mir wurden solch tolle erlebnisse nie ermöglicht.gut,dass du die unerwartete freizeit genutzt hast.weiter so-liebe grüße

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