Kenombia

Ankunft in Nairobi und erste Woche in Embu

Überwältigt von neuen Eindrücken ein bisschen querbeetiges Gequatsche..

Kupumzika na Viktor na Moreen

Studentenausweis

Hujambo rafiki yangu!

Schön von dir zu hören. Party, Karibik und Sightseeing.. wenn du demnächst noch als Buschpilot selbst auf die Inseln fliegst wird es wohl schwer dich wieder zurück nach Deutschland zu bekommen :P Kannst ja auch mal paar Bilder von der City zeigen, der Ausblick ausm Zimmer war ja echt nicht schlecht.. Und essen tust du ja hoffentlich auch, was gabs denn da bis jetzt auf der Speisekarte?

Wir, also ich und Lunis, sind auch gut in Nairobi angekommen und direkt mitm Uber zum Hotel gefahren. Nachdem wir am Freitag um 16 Uhr dann mal aufgewacht sind haben wir uns aufn kurzen Spaziergang gemacht, aber bis auf n Restaurantbesuch uns auch schnell wieder verdrückt. Nairobi ist nämlich echt seeehr unangeneehm und selbst in den Parks ist kein Entkommen von dem Gestank, den Massen und der echt grausamen Armut.. schon kleinste Kinder die kleberschnüffelnd dahinvegetieren, teilweise echt tot aussehen.. Und weil die Sonne ja um 18:30 Uhr schon wieder unter geht, wollten wir bevor es dunkel wird wieder daheim sein.
Zum Glück hat uns unser Koordinator Jesse Mutugi Munyi (in Kenia haben die Menschen immer einen englischen Vornamen für die offiziellen Angelegenheiten und dann den tribal name) am Sonntag früh abgeholt und nach Embu gefahren.

Der Campus ist ein Stunde zu Fuß von der Innenstadt entfernt und ist echt riesig. Neben den universitären Einrichtungen gibt es hier sehr viel Natur und farming land. Deswegen kann man hier schon allemögliche Tiere sehen (Affen, Katzen, Eidechsen, Eichhörnchen), und vorallem die Vogelwelt ist hier atemberaubend. Große und Kleine, Langschnabelige und Kurzschnabelige, Hornschabelige und Rundschnabelige, Bunte, Graue, Weiße, Rote, Gelbe......... Leider hab ich es bis jetzt nicht geschafft meine richtige Kamera groß in Action zu bringen, aber dafür werden wir noch genug Zeit haben in den etlichen Nationalparks.

Die Woche ist ersteinmal registration week.. heißt Chaos, aber weil mans nicht eilig hat ists doch irgendwie entspannt :polepole.. Am Montag haben wir uns um 8 Uhr mit unserem Koordinator verabredet um uns einzuschreiben. Das Frühstück um 7 Uhr viel aus irgendeinem Grund aus, sodass wir bis 8 Uhr gewartet haben. Nachdem nach einer halben Stunde Jesse immernoch nicht aufgetaucht ist, sind wir auf eigene Faust dahingegangen. Dort angekommen warteten schon 448 andere Ersties auf die registration. Also Nummer geholt und dazugesetzt. Unter ohrenbetäubend lautem Gospelgesang warteten wir.. vor uns noch 250 Leute... nach einer Stunde waren es noch 150 und plötzlich kam Jesse (es ist auch selbst in solchen Massen nicht schwer uns zu finden) und meinte wir sollten mitkommen.. in seinem Büro erklärte er uns, dass es heute doch zu stressig ist und wir das doch einfach morgen machen.. Nun gut nach 3,5 Stunden ohne irgendetwas in der Hand (oder im Bauch) wieder zurück.. War aber doch irgendwie ganz (ent-)spannend.

Hier auf dem Campus ist das Klima allgemein seehr sehr entspannt.. In Embu ist die Armut nicht ganz so erdrückend, die Menschen- plus Automassen aber schon. Und seit Nairobi haben wir keinen einzigen anderen Mzungo mehr gesehen. Das macht die Touren durch die Stadt immer sehr anstrengend, da man hier quasi als leuchtender Superstar rumläuft. Jeder Mann grüßt dich, ruft dir von der anderen Straßenseite was zu, fasst dich an.. die Mädchen kichern.. Hier aufm Campus ist es zwar nicht ganz so auffällig aber trotzdem wird man hier sehr bevorzugt, was oft sehr unangenehm ist. So darf man eigentlich auf dem gesamten Campus nicht selber kochen, wir dürfen das aber (machen es aber nicht), wir dürfen in die staff cafeteria und der Chef des Hauses hat uns sogar mit nem Augenzwinkern gesagt, dass das Rauchen eigentlich verboten ist, aber heimlich auf Toilette bekommt es ja keiner mit  Aber zu dem Thema und vor Allem den Freundschaften die daraus resultieren schreibe ich nochmal seperat was.

Das Abendessen beschränkt sich hier in der normalen Cafeteria auf Bohen oder Kohl mit Ugali (dazu in nem anderen Block mal was), Chapati oder Reis (ab 20 Ksh.=ca. 17 ct.) und zum Frühstück gibt es reines Weißbrot oder so frittiertes Brot mit nem hartgekochtem Ei und Tee (ab.25Ksh.). Hört sich erstmal nicht so edel an, schmeckt aber trotzdem immer ziemlich gut..wohl auch weil der Hunger immer mitkocht.. In der Staffcafeteria gibts dann auch mal Kartoffelstampf und Fleisch und zum Nachtisch essen wir hier dann immer noch n paar Bananen oder Mangos, Wassermelonenzeit ist gerade auch. So habe ich mich erstmal ausgiebig mit Obst ausgestattet. Die Wasseraufnahme erfolgt jetzt hauptsächlich über die gute Melone (oder zumindest ein wenig :P) und der Rest dient den Heißhungerattacken am Abend.

Die anderen Studenten sind echt super nett, man kommt echt viel in Kontakt mit verschiedensten Leuten.. Bill, der Student Leader, Evans der Fußball-Schiedsrichter und gleichzeitig Master der Fernbedienung für den öffentlichen Fußballfernsehr (wo hier rund um die Uhr Fußball aus allen Topligen läuft.. echt geil wenn man mal fürn paar Minuten abschalten will), Brian, der Rugbyspieler mit überkniehohen, gestreiften Socken, Peter und Evans, zwei Ersties aus Nyandarua, mit denen wir morgen mal ne Runde Tischtennis zocken und mein trommelnder Nachbar, der mich zum gemeinsamen musizieren (aufgrund des umwerfend schönen Klangs meiner geliebten Lele) eingeladen hat.

Wir haben jetzt auch angefangen morgens zu joggen, da wir für den Marathon Ende Oktober in Nairobi trainieren! Also entweder wird das echt spaßig oder die größte Blamage, wenn wir unter allen Kenianern nach ner halben Stunde mit Seitenstechen von der Strecke kriechen müssen :p

Ich könnte jetzt noch Stunden weitererzählen.. aber das hat ja noch Zeeeit.. das ist eh hier das wichtigste Motto.. aalles zu seiner Zeit..

Übers Wochende gehts nun mal zum Longonot-Nationalpark, wo man auch zu Fuß durchlaufen kann und einem ein Aufstieg eines Vulkankraters winkt und ich mich dann Anfang nächster Woche wieder zurückmelden kann.

Na dann bin ich mal gespannt was du aus der Karibik an Eindrücken mitbringst..

Nimefurahi kukusikia,
Petombo

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