Kenombia

Die Geburtstagsfetee

Zwischen den Urlaubsberichten gibts n kleinen Bericht von ner Feier im Hause Hannappel...

Ich berichte mal kurz, bevor der letzte Ferieneintrag kommt, von der Geburtstagsfeier, die ich und Rogers diese Woche auf die Beine gestellt haben.
Ja wie gesagt, Rogers hatte am Donenrstag Geburtstag und weil wir eigentlich campen gehen wollten, das aber flachgefallen ist, habe ich vorgeschlagen, dass wir bei mir feiern können. Meine Wohnung ist dafür prädestiniert, da sie ein riesen Garten vor der Haustür hat und von allen Seiten mit Mauern oder Hecken zu den Nachbarhäusern abgeschirmt ist.
Bei der Planung waren dann zwei Themen die Hauptsorgen: Alkohol und Frauen: Beim Alkohol ist das Geld der Knackpunkt und die Frauenquote wird hier auch gaaanz groß geschrieben. Bei Hausparties wird es anscheinend oft so geregelt, dass Jungs Eintritt zahlen müssen (~300 Bob) während Frauen natürlich umsonst reinkommen.
Diese sexistische Kackscheiße haben wir aber gelassen und haben uns ganz auf die Mzungusuperkraft, die magische Anziehung jeglichen Lebewesens hier, verlassen.
Beim Alkohol, haben wir dann zusammen in den Pot geschmissen und so nen 20-Liter-Kanister Keg-Bier anschaffen können, plus zwei Fläschen Sprit. Mehr war nicht drin, aber Gäste bringen ja auch eigentlich was mit...
Der Rest ist so ziemlich das selbe wie in Deutschland auch, mein Zimmer ausgeräumt und zum Dancefloor umfunktioniert, alle Sitzgelegenheiten inklusive Hängematte und Couches raus in den Garten, in der Hoffnung der Wettergott möge uns gnädig sein...(sowas wie nen Wetterradar gibts hier leider nicht)
Sogar das Zelt haben wir aufgestellt, um mögliche Ausfälle oder Zwischenfälle elegant verstauen zu können :P

Ja die restliche Party lief relativ keniatypisch: Alle sehr verhalten, bis der Alkohol fließt, dann wird die Stimmung schnell ausgefallener. Hier ist Alkohol jedoch deeutlich verpöhnter als in Deutschland, sodass hier sogut wie alle Mädchen kein Alkohol trinken und von den Jungs ein Drittel bestimmt auch nicht. Dafür ist es hier aber auch absolut unüblich irgendwas mitzubringen, sodass die Versorgung stark begrenzt war...
Je später die Nacht, desto voller der Dancefloor, wobei hier statt Tekknoo "Gengetune" das Genre der Wahl ist, eine stark twerk-optimierte Musikrichtung.
Kurz nach Mitternacht begann dann das Kuchenritual. Hier holt immer das Geburtstagskind für sich selbst einen kleinen Cake, der mit Sahne und farbigen Toppings beschmückt ist und noch nen Spruch oben drauf hat. Dann beginnt das Geburtstagskind nach etlichen Reden, mit seiner Kuchenpartnerin den Kuchen aufzuschneiden, jedoch nicht ohne vorher die ganze Soße ins Gesicht geschmiert zu bekommen. Nachdem jeder Gast ein kleines Stück persönlich direkt in den Mund kredenzt bekommen hat, beginnt die Waschung, bei der, meist mit Wasser, die Sauerei wieder weggemacht wird.

Den Rest lass ich mal noch die Bilder sprechen, es war am Ende zumindest ich der im Zelt gepennt hat, und als ich aufgewacht bin war ALLES PICKOBELLO sauber und aufgeräumt, keine einzige Spur einer Party bis auf das Zelt :D So will ich das mal in Deutschland haben!

Deine baldige Rückreise Jan hat mich ja auch gaanz nostalgisch gemacht, mal gucken was die letzten zwei Monate bei mir so bringen.. Den Deutschkurs den Julia (ne Freiwillige in Embu Town) und Ich leiten hat jetzt diese Woche gestartet, das macht sehr Spaß, zumal wir da alle Freiheiten haben, und da es eher ein Club als ein Unterricht ist, haben wir auch noch n paar außerkurrikularer Aktivitäten geplant..

Sonst konkretisieren sich noch weiter meine Pläne fürs Kitesurfen, wo ich wahrscheinlich mal demnächst für die ein oder andere Woche an den Diani Beach fahre...

Ich freue mich mal wieder was von dir zu hören, besonders auf dein Abschlussbericht bin ich mal gespannt!

Halafu,
Petongo.

 

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