Kenombia

Annas Besuch Teil 2 - Nationalparkmarathon

Eine Rundreise mit Zwischenstopps in drei Nationalparks. Mit dabei die Machete, Hängematte und viiiel zu wenig Wasser.

Hey, hey du,

ich hab da mal was zu erhählen, des ist ne Geschichte von gaaanz schlechter Planung:
Als wir dann nach dem Chillen hier in Embu, mal n bisschen was machen wollten, haben wir den von hier aus manchmal schon sichtbaren Mount Kenya fokussiert.
Also gepackt, Essen, Trinken und was zum Schlafen. Ins Matatu, ins Bodaboda, in den Wald und bei einer Lichtung den Schlafplatz fallholzsicher gemacht und das Zelt aufgeschlagen. Danach noch die Hängematten und schon wurde den ganzen restlichen Tag gebaumelt mit abwechselndem Hörbuch hören oder Vogelkonzert lauschen. Das Hörbuchhören wurde im Laufe des Urlaubs erst ergänzt und dann ersetzt durch selber vorlesen verschiedener Bücher ("Die Welt im Rücken", "Narziß und Goldmund" und "Hundert Jahre Einsamkeit").
Am nächsten Morgen haben wir uns dann mal ein Überblick über unsere Wasservorräte gemacht und ja von den 4 Litern waren halt logischerweise nicht mehr viel übrig... Wir hatten uns auch irgendwie vorgestellt im Wald auf ne Wasserstelle zu stoßen, hm. Dann blieb uns auch nichts anderes mehr übrig, als zum Gate oben zu gehen und uns da neu zu betanken. Mit nem Rucksack mit Machete, Möhren, Passions und 1/2 Liter Wasser gings dann also 18 km reines Bergauflaufen...Und auch das haben wir überlebt, auf dem Weg vieele Adler und ein paar Affen gesehen und am Ende sogar noch runtergefahren worden.
Das Wasser hat dann auch gereicht für die nächsten anderthalb Tage nach denen es dann auch schon wieder zurück ins Basislager in Embu zurückging.

In der Nacht wurden dann noch bei Wein und Musik die restlichen Pläne für den dritten Teil am Ende an der Küste gespinnt.

Am nächsten Tag gings dann auch schon direkt weiter, diesmal wirklich in die Nationalparks rein, und zwar in Naivasha bei dem Mount Longonot (aus einem der ersten Einträge) und dem angrenzenden Hells-Gate-Nationalpark (hier wurde die Szenerie des ursprünglichen Lion King inspiriert).
Matatu Embu -> Nairobi -> Naivasha -> Longonot: Zelt auf und schlafen. Mitten in der Nacht beide aufgewacht, weil das Zelt irgendwie voll undicht war und somit ziemlich nass im Zelt. Egal, so stehen wir wenigstens früh auf, und sind schon um kurz nach 6 am Eingang. Dort treffen wir auch Joeffrey den ich beim ersten Longonotbesuch bereits getroffen habe. Er hatte Bock mitzukommen und so haben wir sogar auch einen Ortskundigen dabei. Beim Eingang warten auch direkt schon Zebra(babie)s auf uns und sogar dann kurz ein wenig gruselig, als sich ein paar Meter neben uns eine Büffelherde in Bewegung setzt.
Der Aufstieg ist dann doch ein wenig höher als es von weitem Aussah, aber wir haben ja viiiel Zeit uns die lassen wir uns auch. Hier wimmelt es überall von Pflanzen, die zu 2% aus Blättern und sonst nur noch Dornen und 2-3cm große Hohlkugeln neben dem Geäst hat. Joeffrey hat uns dann gezeigt, dass dort Ameisen drin wohnen, die die Pflanze vor den Giraffen schützt, die sie so gerne mögen, indem sie der Giraffe irgendwas Unangenehmes ins Gesicht spritzen. Man konnte immer nur gegen die Pflanze schnipsen und schon krochen aus der ganzen Pflanze Ameisen raus... Das war dann auch unsere Hauptbeschäftigung der nächsten Stunden :D
Einmal oben angelagt haben wir dann den rieesen Rundgang gemacht und sogar zwischendurch in den Krater reingelaufen, wo es manchmal gedampft hat, und eine sehr farbprächtige, jedoch auch stinkende Steinwelt zu sehen gab.
Auf dem Abstieg sind wir dann eine andere Route gegange, da wir von oben eine Giraffe dort gesichtet haben, und dann haben wir sie auch inflagranti in einem Graben gefunden. Als wir kamen ist sie schnell rausgehüpft, das sehr lustig anzusehen war, und ist uns dann genau in Richtung Ausgang weggelaufen, weswegen es so aussah, als würde sie uns eskortieren..

Im Lager später gab es dann eine große Party zum Abschied von irgendeinem Chef da, wo wir zu reichlich Essen und nem Feuerchen eingeladen wurden. Es waren aber schon sehr primitive (und das Mirrar und der Alkohol hat die Leute noch ein wenig primitiver gemacht) Leute anwesend, weswegen ich nach reichlich feilschen einem reichen Massai, der unbedingt eine deutsche Dame wollte, 10.000.000 Ksh. raushandeln konnte. Also falls jemand weiblich ist und schon immer Lust auf Kenia hatte...bei mir melden.

Am nächsten Tag ging es dann weiter in den Hells-Gate-Nationalpark. Hier kann man sich Fahrräder ausleihen und den Park befahren. Hier gibt es auch Campingplätze im Park. Nach der letzten schwimmenden Nacht haben wir dem Zelt aber nicht mehr wirklich getraut und haben uns unter einen Unterschlupf beide in die Hängematte gepflanzt und sogar zu zweit drin gepennt. Hat besser geklappt als wir dachten, aber mit so einem schönen Boxspringbett kann es dann irgendwie doch nicht mithalten.
Im Park selber gab es dann auch wieder reichlichst Tiere, Warthogs, Antilopen, Büffel und Giraffen etc... Einen natürlichen Schwefelspa gab es auch, dessen Besuch aber nur kurz gedauert hat, weil der Schwefelgestank schon seehr stark war.
Hier haben wir dann auch noch eine zweite Nächte gepennt, dem 24.12., mal ein gaaaanz anderes Weihnachten. Am nächsten Morgen sind wir schon wieder rausgegangen, und den gleichen Weg mit Matatus wieder zurück nach Nairobi...

...zum letzten Teil, an die arabische Küste und die hoffentlich wunderschöne Insel Wasini, im Süden.

Bis dahin, drücke ich dir die Daumen für deine Exams (oder?) und deine letzten Plääne.

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