Kenombia

Kitesurfen am Pazifik

Kiten an verschiedenen Spots an der nördlichen Pazifikküste

Ich wünsch euch allen erstmal ein frohes neues Jahr, nachdem ich eine Weile nichts von mir hören hab lassen.

Meine Reise ist deutlich ruhiger geworden. Meine zwei Wochen an der Pazifik Küste hab ich dann doch größtenteils in dem Schildkröten Sanctury Mama Obre verbracht, welches einer von fünf bewohnten Orten an einem 9km langen Palmen besetzten Strand ist. Die Zeit hab ich mir mit Jungeltouren und kleinen Wanderungen vertrieben. Nachts gings dann ab und zu mit Dario auf die Suche nach Schildkröte die zum Eier legen an den Strand zurück kommen, welcher nach einem Strand in Mexiko die am meisten genutzte Brutstelle für vier der insgesamt acht Schildkrötenarten ist. Dario gräbt die Eier wieder aus und bringt sie in einen abgesperrten Bereich wo sie ohne Fressfeinde schlüpfen können. Beim freilassen erhöht er damit die überlebenswahrscheinlichkeit von 1% auf 10%. Trotz der arbeit schrumpft die Population aller vier Arten, da viele Schildkröten durch das Plastik im Meer verenden oder nach Asien verkauft werden, wo sie als Potenzmittel und Schmuck verarbeitet werden. Nichtsdestotrotz habe ich wirklich tolle Erfahrungen gesammelt, als ich gesehen habe wie eine Schildkröte Eier legt und auch der Moment des Freilassens von Hunderten Baby Schildkröten war toll.

Nach zwei Wochen ging es dann zurück nach medellin und auch relativ direkt weiter in den Norden nach Cabo de La Vela. Diesmal inklusive meinem Kitegepäck. Aus den 18 Stunden Busfahrt wurden dann ganz schnell 23 weshalb ich eine Nacht in Riohacha verbringen musste. Der Weg nach Cabo in dem Jeep hat schon gezeigt, wie arm die Region und mit ihr die einheimische Bevölkerung der Wayu sind. Dutzende Kinder stehen in der prallen Sonne am Straßenrand und betteln die vorbeifahrenden Autos um ein paar Münzen an.

In Cabo bin ich dann in einer Kiteschule untergekommen wo ich ein bisschen englisch mit den Kids geredet hab und dafür da gewohnt habe. So wirklich ist das aber leider nicht ins laufen gekommen. Das Leben in Cabo ist auf jeden Fall sehr einfach. Geschlafen wird in Hängematten, zu essen gibts Fisch Linsen oder Lobster und einen kleinen Obststand mit maximal begrenzter Auswahl. Trotz der Armut kamen mir die Leute sehr glücklich vor und ich hatte eine schöne Zeit. Da mir der Wind jedoch zu böig ist bin ich nach einer Woche wieder los nach Mayapo. Hier bin ich in der nächsten Kiteschule untergekommen und hab meine Hängematte neben den Instructorn aufgehängt. Absolut chilliger Ort mit schönem konstanten Sideshore Wind, Lagunen und perfekte Bedingungen für Downwinder.

Hier hab ich dann wieder eine Woche verbracht unterbrochen von einem kurzen Abstecher nach Palomino für Silvester. Jetzt fahre ich gerade wieder an Palomino vorbei und bin auf dem weg nach Santa Veronica und Puerta Colombia. Hier gehts nochmal ne Woche kiten bevor ich wieder ein kleines Stück zurück nach Santa Marta fahre und mein Rad aufsammle, dass Jan mir glücklicherweise an die Küste gebracht hat.

Bis bald,
Maxi

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