Kenombia

Streikferien Teil 3 - Nakuru

Und weiter geht es im Rift-Valley zur Stadt und dem See Nakuru, wo mich Kelvin eingeladen hat, ein paar Tage zu verbringen.

Und hallihallo zum dritten von vier Teilen meiner kleinen Streikreise,

nach Viktor und dem Viktoriasee und dem Mini-Marathon in der Massai-Mara, ging es danach für eine Woche nach Nakuru zu Kelvin. Ich wusste nicht viel von der Gegend, nur dass die Stadt sehr groß ist und es einen Nationalpark in der Stadt um den Lake Nakuru gibt.

An der Matatustation in Nakuru angekommen, war ich von der Fahrt, heiß, laut, eng, lang, so abgefuckt, dass ich mich schnell ins nächste Restaurant geflüchtet habe und dort erstmal zwei Stunden gegessen und gelesen habe. Dann habe ich mich wieder zu den Matatus getraut um in den kleinen Vorort Ingobor, ca. 20 min, zu fahren, wo Kelvin wohnt. Hier war es schon sehr viel ruhiger, und da Kelvins Familie ordentlich Land besitzen, konnte man sich bei Ihnen erstmal sehr gut entspannen. Seine kleine Schwester war noch da, da zur Zeit Schulferien in der Highschool sind. Sein anderer Bruder sollte am Freitag abend kommen, da er die Abschlussprüfung im vierten und letzten Highschooljahr macht, und seine Mutter. Der Vater arbeitet als Polizist ca. 50km entfernt, wodurch er quasi nie zu Hause ist, da man als Polizist seinen Ort schwer verlassen kann, geregelete Arbeitszeiten gibt es quasi nicht.

Als ich ankam und gesehen habe, dass keine Mosquitonetze über den Betten hängen, hab ich gleich erfahren, dass es in und um Nakuru keine Mosquitos gibt, weil alles Wasser, sowohl der Lake Nakuru, aber auch Zuflüsse aus den Wäldern, versalzen sind.

Die nächsten Tage haben wir die meiste Zeit in der Gegend gechillt. Sein Kumpel James ist leidenschaftlicher Gärtner, was man auch in seinem kleinen Heim, was voller Liebe mit allen möglichen Pflanzen beschmückt war, gesehen hat. Hier, im Rastamantempel, wie sie es nannten, haben wir die meiste Zeit verbracht, gegessen, und immer von 3 bis 7 Uhr Radio Jambo mit Mbuusi und Lion, den Kommentatoren, gehört. Die Themen und kleinen Spielchen, die dort immer gemacht wurden, waren schon sehr unterhaltsam. Zum Beispiel haben immerwieder Leute angerufen, wenn sie etwas unfletliches gemacht haben, wonach auch von den Zuschauern bestimmt wurde, ob sie dafür ausgepeitscht werden sollen (natürlich nur in auditiver Form), was aber lebhaft von uns mitgefiebert wurde :D
Eine anderer Freund hat immer bei nem Campingplatz aufgepasst, der von ner reichen Mzunugdame gebaut wurde, um dort ein paar Tage im Jahr zu chillen. Dementsprechend luxiorös und leer war es auch und man hatte ein einzigartigen Blick von dort auf die Stadt und den See.

Am Donnerstag wagten wir uns dann auf einen kleinen Ausflug zum Menengaikrater, den sechstgrößten Vulkankrater der Welt. Wir sind zu viert mit zwei Pikipikis auf verschiedene Aussichtspunkte hochgefahren. Beim Rückweg den Berg runter, wurde mein Fahrer (James) dann zu übermütig und trotz mehrmaligen "polepole"-Schreiens in sein Ohr, musste es dann sein, dass ne Rille im Lehmboden, dass Motorrad dann mit ner ordentlichen Geschwindigkeit links in nen 1m-tiefen Spalt gelenkt hat. Doch wundersamerweise sind wir da heile wieder rausgekrochen und auch das Pikipiki war noch fahrtauglich.

Naja das mussten wir dann erstmal verarbeiten, und es wurde mir aufgetragen im Rastamantempel mich um die Henne zu kümmern die für den Eintopf geschlachtet werden sollte. So sollte ich sie fangen, töten, rupfen und ausnehmen.. Für ein waschechtes Stadtkind wie mich, der noch nie ein Tier sterben sehen hat, eine ganz schöne Aufgabe.. dann haben wir noch Chapati dazugemacht und den Schock mit ein paar Schmerzmitteln erstmal sitzen lassen.

Am Sonntag habe ich mich frühs von der Familie verabschiedet und bin zum Nationalpark gefahren. Dort angekommen habe ich grad mal 10 Minuten vor dem Maingate gewartet, bis mich jemand mit seinem Auto mitgenommen hat und durch den Nationalpark gefahren sind. Es war ein etwas älteres Kenianisches Paar, die sich ein Bolt-Autofahrer gemietet haben, um anscheinend nur reinzufahren, Bilder von sich zu machen und wieder zu gehen... Die haben immer hinten mit runtergelassenen, verdunkeltem Fenster gesessen und geschlafen, während ich mit dem Fahrer vorne uns im Park umgeschaut haben. Bei Orten wo man aussteigen durfte haben sie dann schnell Selfies gemacht, um dann möglichst schnell wieder reinzukommen. Trotzdem war es sehr schön dort und wir sind von 9 bis 15 Uhr da durchgefahren und wieeeder die Babyyyysammlung erweitert.. Diesmal gabs Zebra-, Pavian-, Warthog, und Büffelbabieees.

Danach gings auch direkt zurück nach Embuu, wo ich mir grad ne neue Wohnung angeguckt habe, wo ich nächsten Montag einziehe. Am Freitag, wollen Lunis und Ich, wenn alles nach Plan läuft, nochmal zum Mt.Kenya für drei Tage und dann geht auch bei uns wieder die Uni los!

Na dann bin ich mal gespannt was du, Maxi, so aus den Bergen auf dem Rad erzählst und duu, Jan, was dir so in deinen ewigen, nie endenden Ferien einfällt.

Bis dahiin, euer Peteer.

 

 

 

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Bemerkungen :

  • user
    Jan 28/11/2019 um 01:51
    Das Zebrababy ist ja sweeet

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