Kenombia

Streikferien Teil 2 - Massai-Mara-Marathon

Sehr kurzfristig habe ich zwischen Lake Viktoria und Nakuru nochmal im Massaigebiet bei dem Massai-Mara-Marathon halt gemacht.

Guten Morgen, liebe Sorgen...

erst einmal heeerzlich willkommen auf dem Blog, Maxi, schön dass du es auch zu uns gefunden hast, und nach Kolumbien!
Du gibst ja ganz schön Gas mit Stadttouren, Zelten in Höhlen und auf Bergen und jetzt auch noch mit nem gebrauchten Fahrrad durch die Anden.. Jan hat ja nicht gerade gute Erfahrungen mit gebrachten Fahrrädern in Columbia gemacht (lebt das noch??)

Das mit der Behördenunfähigkeit, von der du schreibst, ist wohl ein weltweites Phänomen, von Deutschland über Kenia bis nach Kolumbien..

Bei mir gabs jetzt vorgestern ein Memo, dass die Uni am 02. Dezember wieder losgeht, was so die halbe Uni wieder voll auf die Palme gebracht hat, da alle mittlerweile nach Hause gefahren sind und eigentlich über Weihnachten da bleiben wollten, sodass die Uni wieder im Januar losgehen sollte.. Mal gucken wie lange es bei uns dann streikfrei bleibt :D

Ich habe Mitte letzter Woche, nachdem ich vom Lake Viktoria wieder zurückgekommen bin, zufällig noch mitbekommen, dass am Wochenende der Massai-Mara-Marathon stattfindet. Lunis und Ich hatten das schon länger im Visier, aber hams dann wieder aus den Augen verloren.
Naja ich hab mich dann schnell angemeldet und mich dann auf die Suche nach näheren Informationen gemacht.. was nicht so einfach war.. Die angegebene Telefonnummer gehörte irgendeinem Kenianer, der sich dann auch bei mir beschwerte, dass Ihn seit geraumer Zeit ständig Leute wegen diesem Marathon anrufen. Irgendwann hatte ich dann wenigsten Ort und Zeit, was mir erstmal gereicht hat. (9 Uhr, Lemek Conservatory)

Also zur nächst größeren Stadt, Narok, da die Unterkünfte direkt im Massai-Mara-Gebiet ab 100€ die Nacht losgehen. Am Abend wollte ich mich umhören, welches Matatu denn so früh von Narok ins Massaigebiet fährt (ne 2-Stunden-Fahrt)... kommt man nicht... Lassen sein wollte ichs aber nicht, und habe deswegen bei den Bodabodafahrern gefragt, wer denn mich dahinfahren würde und für wie viel.

So bin ich dann morgens um 7 Uhr mit nem Bodabodafahrer losgefahren. Eigentlich, weil auf nicht asphaltierten Straßen viel schneller als ein Matatu, nur ne 1-1,5 Stundenfahrt, sind wir auf halber Strecke (oder eher kurz vor dem Ende) auf mysteriöse Weise plötzlich vom Weg abgekommen, ohne dass es einer gemerkt hat, und sind nach knapp 2 Stunden gaaanz woanders rausgekommen. Auf der Karte habe ich mit rot eingezeichnet wie wir da ungefährt gefahren sein müssen.. Das ganze Intermezzo hatte dann leider zur Folge, dass ich nach ner Dreistundenfahrt auf nem Bodaboda nichts getrunken und gegessen hatte. Am Ziel angekommen bin ich zum Zelt gerannt, mein Kit abgeholt, und DIREKT zur Startlinie gerannt, weil das Rennen jeden Moment anfing (gut 1,5 Stunden nach dem eigentlichen Start). Eigentlich musste ich noch mal den Busch besuchen, was aber zeittechnisch nicht mehr möglich war (der nächste Busch war auch nen paar Minuten zu Fuß entfernt...)

An der Startlinie habe ich dann die anderen 6 Fun-Runner (davon 4 weibliche Wazungu und noch 2 Kenianer) getroffen und die ca. 25 Elite-Runner (im Internet ist irgendwas von Hunderten zu lesen, aber ich weiß nicht auf welchem Marathon die waren..). An der Startlinie habe ich dann auch erfahren, dass es nicht die Wahl zwischen 5 und 21km gibt, wie auf der Website angekündigt, sondern nur ne 10km-Strecke. Die hatte es aber sowasvon in sich, in der Mittagssonne im Maragebiet und einem Druck auf Darm und Blase, den ich dann auch nicht auf der Strecke loslassen konnte, weil das wohl nicht ganz so klug gewesen wäre. (Aufm Rückweg mit dem Matatu hat man gesehen, was so in den Büschen lauerte...)
Auf der Strecke selber gabs den ein oder anderen Wildwechsel von Zebras, Gnus und Antilopen hautnah, und eine echt unterhaltsame Show der helfenden Bodabodafahrer, die versucht haben, die Büffelherden von der Strecke fernzuhalten :D
Am Ende, nach einem Schlusssprint gegen meine Verfolgerin, der es echt in sich hatte, konnte ich mich Sieger der Wazungu mit 59:50min nennen.. aber auch letzter der Nicht-Wazungu.

Nach dem Marathon habe ich mich dann gaaanz schnell in ne freie Ecke verdrückt.. und danach gabs noch n Speerwurfkontest und ein Tanzkontest der Einheimischen Massais.
Am Abend wurde ich dann von den Helfern im Matatu zurückgefahren, wo es nochmal ne bunte Tierwelt zu sehen gab (unteranderem die beiden Löwen direkt am Straßenrand am Busch...)

Zurück in Narok habe ich nochmal ne Nacht geschlafen bevor ich weiter nach Nakuru zu Kelvin gefahren bin...

Bis zum Teil 3 - (morgen)

Euer Petomboo

 

 

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