Kenombia

Safari ya Nam Lolwe

Der Streik zwingt nun auch mich in die Knie, sodass es für mich an den zweitgrößten Süßwassersee der Welt geht.

Ber, du hängemattenbaumelnder Austeiger,

bei euch geht jetzt auch mal wieder die Uni los? Salsa tanzen in Calì hört sich wirklich spannend an, wobei es sich da wahrscheinlich im Vergleich zu den Südamerikanern dann bei mir wirklich eher um "So-unauffällig-wie-möglich-hinter-sich-bringen"-Tanzen handeln würde :D
Ein Walbaby is ja uuumwerfend, wobei ohne ein Foto die Sammlung stark an Kredibilität verliert... Also versuche bitte diesen Standard aufrecht zu erhalten..
Und die beste Story, deines Hochbettnachbarn, hast du ja gar nicht erzääählt, wolltest du die Zuhörerschaft hier etwa schonen? :D Ich musste mich nämlich auch am Montag in der Nacht ordentlich, ähm, entleeeeeren, wobei ich mich noch rechtzeitig zum nächsten Kübel retten konnte.
Aber erstmal chronologisch..

Bei uns streikt zwar längst keiner mehr, aber die Officials machen bis jetzt keinen Anschein, dass es irgendwann wieder weitergehen soll. Deswegen habe ich mich anfangs letzter Woche auf den Weg zum Viktoria-See gemacht, um dort Viktor und seine Familie zu besuchen.
Per Übernachtbusfahrt war das auch sehr angenehm, er hat mich in Mbita abgeholt und per Waterbus dann Richtung Village gefahren. Die Leute sind auch alle supernett, freuen sich einen Ast ab wenn man sie auf Kiluo (die Sprache des Tribes dort, den Luo) grüßen kann. Da das dort wahrlich keine Touristengegend ist, war ein Mzungu dort eine nooch größere Attraktion, wodurch Ich vorallem viel in Kontakt mit den Kindern kam... Die ganze Gegend lebt von der Fischerei, weswegen es auch keine superarme Gegend ist. An Elektrizität mangelt es zwar stark, aber Wasserpumpen gibt es einige (was aber jedesmal ein Act ist mit zwei 20-Liter-Kanistern durch die Gegend zu laufen), und wie gesagt, an Essen gibt es zur Not immer Fisch :D Die ganz kleinen Fische, Omena, die nach dem Fangen direkt getrocknet werden, gibts hier wirklich ohne Grenzen, schmecken aber auch eher semigut, eher bitter. Die Größeren, wie den Tilapia, gibt es aber auch sehr oft, entweder wet-fried, sehr lecker zu Ugali, oder dry-fried, pur mit Salz.
Viel gab es für uns auch nicht zu tun, die Rollenverteilung von Mann und Frau ist hier klar geregelt, was kochen, waschen und putzen angeht, dafür habe ich aber mal mein Angelzeug aus Embu mitgenommen und haben uns dahingehend nützlich gemacht :P Auf dem Foto sieht man ja einen Rieeeeesentilapia...den wir (wie man an meinem verschmitzten Lächeln vielleicht erkennen kann) natürlich nicht gefangen haben, sondern nach 3 Stunden vergebener Mühe beim nächsten vorbeigefahrenen Fischerboot gekauft haben :D  Lecker war er trotzdem und hat uns auch zwei Tage beschäftigt..
Ansonsten haben Ich mich viel im Dorf aufgehalten, mit den Kindern Memory, Fangen etc. gespielt, oder sie mit der Hängematte oder Kamera unterhalten. Einmal wollte die Mutter auch, dass ich mit den Kindern Mathe mache, was sie aber selbst vom Mzungu erklärt, nicht besonders spannend fanden..

Nach vier Tagen, haben Victor und Ich uns dann auf den Weg Richtung Bondo gemacht, um dort alte Highschoolfreunde von Ihm zu besuchen und Mama Sarah! Außerhalb von Kenia besser bekannt als Sarah Onyango Obama, ist sie die Quasi-Oma von Obama! Auf den Besuch hatte ich mich schon laaange gefreut und tagelang nachgegrübelt welcher Frage ich sie denn behelligen darf. Doch soweit ist es dann leider nicht gekommen, denn bevor wir uns am Montag aufmachen wollten, hats mich in der Nacht so richtig rausgehauen. Mit drei Leuten in einem Bett schlafend ohne Mosquitonetz ham mich dann auchnoch n paar afrikanische Bakterien heimgesucht, sodass ich die Nacht zwischen Kübel und Toilette nicht schnell genugwechseln konnte. Über den Tag hat sich das aber auch schon deutlich gebessert, wollte aber auf keinen Fall unter den Bedingungen noch eine Nacht dort schlafen und hab mich dann erstmal wieder nach Embu zurückgezogen.

Auf dem Rückweg dann noch ein kleiner Schock, als mich die Afrikaexpertin Susann gefragt hat, ob ich auch jaa nicht schwimmen war im Lake Viktoria.. Ich habs natürlich allen Einheimischen gleichgetan und bin schwimmen gegangen, was sich nach ner kurzen Internetrecherche als nicht gaaanz so klug herausgestellt hat.. Naja jetzt muss ich die nächste Zeit mal n bisschen achtgeben, ob sich da in meinem Körper was regt...
Hier in Embu ist es ruhiger denn je, da sich immer mehr Leute Rrichtung Heimat begeben, weil, wie gesagt, die Uni ja irgendwie nichts mehr von sich hören lässt. Ich bin im Moment auf der Suche nach nem Apartement außerhalb der Uni, werde dann aber die nächsten Tage wieder jemanden besuchen, den Kelvin im Riftvalley, bei Nakuru, von den Kalenjin, aus dem Holz aus dem auch Kipchoge geschnitzt ist!

Hab du erstmal wieder viel Spaß an der Uni, auf eine möglichst streikfreie Zeit,
dein Peter.

 

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