Kenombia

Safari mbuga wa wanyama ya Meru

Ein kleiner Reisebericht in die wunderschönen Weiten des Meru Nationalparks..

Aloha, du karamellsippender Landstreicher du,

ja ich kann mich auch noch daran errinnern. In Brasilien hieß es Doce de Leite, in Chile dann Manjar und bei dir anscheinend Arequipe, heißt das bei dir gibts auch Chorros?? Naja ich fands sehr grenzwertig, außer in diesen Chorros da fand ichs auch sehr geil! :D Aber bei deiner Fertigpizzaexpertise kann ich mich bestimmt bald auch über einen ausführlichen Arequipebericht erfreuen..

Bei mir gings ja dieses Wochenende in den Meru-Nationalpark, und gabs aufgrund fehlender Kochmöglichkeiten nur Rohes.. und wegen der Kontaminationsgefahren und der schlechten Erfahrungen der letzten Wochen, gabs dann hauptsächlich Obst, mit Obst und Avocado und Obst und ein wenig Toast...
Mit nem geliehenen 4wd-Toyota sind wir am Donnerstag mittag losgefahren, nachdem der Verleiher den Schlüssel nicht im Auto gelassen hat und uns mit nem bodaboda hinterherfahren musste, als wir uns fragten wie man denn das Auto eigentlich wieder anbekommt.
Ich brauch auch nicht sonderlich viel erzählen von dem Trip, die Hauptsache war ja schließlich die Naturerfahrung. Es gab echt unglaublich viele Tiere oft auch wild durchgemischt. Von nem Löwenbaby mit Shakal, über Zebras mit Giraffen, oder Hyänen mit Büffeln. Das wirklich spektakulärste waren aber tatsächlich nicht die Löwen, sondern die Vögel, speziell ein Vogel, den ich einmal kurz erhaschen durfte, Lunis nannte ihn den Longtail, der einfach aussah wie eine fliegende Fee..
Der Tagesablauf war irgendwie sehr spektakulär unspektakulär: Morgens um 6 aufwachen, bis kurz vor Mittag rumfahren, dann wie die Tiere vor der Sonne verstecken und so bis 16 Uhr pennen, dann nochmal 3-4 Stunden rumfahren und dann wieder pennen gehen bis zum nächsten Morgen. Das ich konsequent über mehrere Tage 14 Stunden sehr erholsam schlafen kann war mir davor auch nicht bewusst, jedoch aber auch mit freundlicher Unterstützung..
Einmal gabs auch noch ne richtige Schlammschlacht (sieht man bei mir auch auf dem einen Foto ein bisschen), als das Auto wohl doch nicht fourwheeldrivig genug war und sich glatt mal im Matsch versenkt hat. Mit sehr viel Rucken und Schieben und gezielter Griperhöhung durch Sträucher und Steine sind wir dann noch grad so von den Hyänen entkommen, die uns schon umkreist haben (warte mal, seit wann können Hyänen fliegen? :o)
Für mich sind dann zur Belohnung (Lunis hats sich derweil auf dem Fahrersitz mächtig bequem gemacht) auch noch ein paar Fahrstunden bei rausgesprungen, um den Einstieg in meinen bald beginnenden Führerschein hier in Embu ein wenig zu erleichtern..
Nachts gabs in unserem Banda noch Ringkämpfe unbekannter Tiere als Live-Einschlafpodcast.

Naja jetzt habe ich doch wieder mehr erzählt, als sinnvoll, aber der Text könnte bestimmt noch ewig so weiter gehen..
Muss jetzt aber auch schnell in die Heia, sonst erleide ich hier noch nem Anti-Jetlag...

Ich wünsche dir alles Traumhafte auf deinem ganz persönlichen Streik gegen das System und unterstütze das natürlich vollkommenst.

Pelongo langu.

 

 

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