Kenombia

Hello, my name is Penis...

Diesmal geht es zum Mount Kenya, den mit 5199m höchsten Berg Kenias und dem umliegenden Nationalpark.

Hujambo?
Das hört sich doch nach einem netten kleinen Trip an..Nicer Hut, geile Aussicht und aufjedenfall lustiger kleiner Streit :D Aber anstelle der Peñolaner würde ich mir aber das "G" nicht gefallen lassen.. das ist ja quasi schon eine eindeutige Besitzmarkierung..

Bei mir gings ja mit Lunis wieder aufn Wochenendtrip. Der Mount Kenya liegt ja quasi direkt vor unserer Tür und deshalb wollten wir uns schonmal ranschnuppern und erkundschaften, um irgendwann mal auch den Gipfel zu besteigen..
Es ging also am Freitag um 13 Uhr nach unserer letzten Veranstaltung mit dem Matatu bis zum Dorf Chogoria. Eigentlich nur 55km, für die wir aber mit zweimal Umsteigen und unzähligen Stopps dann 2,5 Stunden gebraucht haben.. Mit dem Bodaboda sind wir dann ein wenig reingefahren um die letzten 14 km bis zum Campingplatz zu laufen. Da war es dann auch schon so spät (2 Stunden vor Sonnenuntergang), dass wir uns echt beeilen mussten. Denn es geht die ganze Strecke schon durch Nationalparkgebiet in denen es in der Dämmerung dann von Tieren (Buffalos, Wildhunde, Hyänen und Elefanten) nur so wimmelt..
Nach einer halben Stunde mussten wir uns dann aber schon geschlagen geben, als eine Elefantenfamilie uns den Weg versperrte.. Als wir noch das kleine Elefantenbaby entdeckt haben, mussten wir noch umso mehr Vorsicht zeigen. So haben wir uns das Spektakel 20 Minuten angeguckt und schon Pläne gemacht, oben in den Bäumen mit unseren Hängematten die Nacht zu verbringen. Dieser Spass wurde uns dann leider (oder zum Glück?) genommen, als zwei britische Militärs mit ihrem Jeep noch vorbeikamen und uns mit nach oben nahmen.
Lunis war top-equipped und kam lediglich mit einer Hängematte ohne Schlafsack dort an.. Bei 2900m kann man da schonmal frieren.. Und so hat er sich noch ein Schlafsack von einem der Caretaker oben geborgt, der aber natürlich in keinstem Fall für dieses Klima angebracht war.. und so hat er wohl seine kälteste Nacht verbracht, in deren Mitte er die Hängematte verlassen musste und in der Holzhüttchen mit Pappe als Untergrund überlebt hat. Ich habe auch irgendwann die Hängematte verlassen, denn es wurde eeecht kalt aber mein Daunenschlafsack hat noch das Schlimmste verhindert..

Am nächsten Morgen sind wir dann, nach ewiger Diskussion und Feilschung mit den Wächtern, um 9 Uhr Richtung Gipfel gestiefelt. Hier kam es auch zu dem Versprecher im Titel, wo aus Peter und Lunis Penis wurde, was zur Erheiterung aller Beteiligten beigetragen hat.
Ziel war aber lediglich der Lake Ellies auf 3500m und noch ein Wasserfall in der Nähe. Der Aufstieg fordert schon einiges von einem. Einerseits die Höhe, aber andererseits auch die extreme Sonneneinstrahlung, die jedes offene Fleckchen Mzunguhaut sofort wegbruzzelt.
Ganz interessant ist, dass der Berg ja quasi direkt am Äquator liegt (15km südlich) und man damit anscheinend immer auf einer Seite des Gipfels Winter hat, und die Routen dann noch schwerer zu besteigen sind und auf der anderen Seite Sommer. Bei sehr guten Sichtverhältnissen soll man vom Gipfel auch den Kilimandscharo sehen können, der 320km südlich liegt.. Na hoffentlich kann ich davon in naher Zukunft mal aus erster Hand berichten..
Die Tierwelt versteckt sich ganz gut und wird auch immer rarer, je höher man kommt. Trotzdem gab es noch Antilopen, Wasserböcke, Vögel, Büffel, Zebras und Elefanten zu sehen.. Lunis hat echt ein Adlerauge was das entdecken von Tieren angeht, wo manchmal selbst die Kamera nicht viel mehr erkennt. Lunis hat auch noch eine sehr viel bessere Kamera, wo ich meine Fotos demnächst mal hier mit seinen substituiere..
Eine ganz lustige Entdeckung ist die Picoballapflanze die es dort überall gibt, die zwar nicht so heißt (denke ich mal) aber haaaargenau so riecht wie die Picoballas von Haribo.. das war einerseits ganz schön, andererseits auch ganzschön qualvoll, da wir uns mit unseren Vorräten lediglich knapp über Wasser halten konnten und so der Hunger ein ständiger Begleiter war..

Abends sind wir dann mega erschöpft wieder bei unseren Camp angekommen, hatten aber schon unsere Essensrationen (bis auf eine Ananas) aufgebraucht. Dafür gab es dann von den im Camp lebenden Kenianern frisches Ugali mit irgendeiner brennesselartigen Pflanze, was uns durch die zweite Nacht in der bitteren Kälte getragen hat.. Hier hatte Lunis dann auch noch eine kleine Matraze bekommen, die das ganze für ihn ein wenig erträglicher gemacht hat..

Am nächsten Morgen ging es dann nach dem Sonnenaufgang und nochmal einem Auftritt eines einzelnen Elefanten direkt am Camp wieder runter, wo wir von vorbeifahrenden Parkrangern nochmal vor eben gesichteten Wildhunden gewarnt wurden. Mit Bambussticks als Schutz verlief der Abstieg dann aber sehr friedlich mit ein paar Affen als Begleitern.

In der Uni geht es wie gewohnt weiter, ein wenig Unterricht, ein wenig Ausfall und viel Netball..
Da bin ich mal gespannt wie es dann bei dir in der Uni aussieht, ging ja auch nicht gerade vielversprechend los :D

 

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Bemerkungen :

  • user
    Jan 17/09/2019 um 03:50
    Töröööööö
    Der Mini-Elefant ist ja süüß
    • user
      Peter 19/09/2019 um 06:21
      Ohja, so ein tembo mdogo ist schon sehr niedlich, wenn er nicht seine Eltern auf hundertachtzig bringen würde :D

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